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Oeltjen Jan (Jaderberg 1880 - 1968 Ptuj)

Fischer

SKU:11112

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Sale Verkauft

um 1925
Holzschnitt, monogrammiert und handsigniert
Passepartoutausschnitt: 29 x 23,2 cm
Passepartout: 50 x 40 cm
Provenienz NL Waldorf – Sammlung Eisenhut
Sehr selten!

Schätzpreis € 180 / (Rufpreis € 90) / D
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Jan (Johann) Georg Oeltjen (* 15. August 1880 in Jaderberg, Deutschland; † 13. Februar 1968 in Ptuj, deutsch: Pettau, Slowenien) war ein deutscher Maler, der hauptsächlich expressionistisch tätig war.
1904 ging Oeltjen nach München, wo er in den Lehr- und Versuchsateliers für angewandte und freie Kunst von Wilhelm von Debschitz und Hermann Obrist, dem Begründer des deutschen Jugendstils, studierte.
1909/10 war Oeltjen in Paris und beschäftigte sich offenbar intensiv mit dem Pointillismus, der in dieser Zeit bereits im Niedergang begriffen war. Auf Ischia war Oeltjen der Künstlerin Elsa Kasimir (1887–1944), der Tochter des Kunstmalers Alois Kasimir (1854–1930) und Schwester des bekannten Wiener Graphikers Luigi Kasimir (1881–1962), begegnet. Das Paar heiratete 1911, zog für zwei Jahre nach Wien und pflegte Beziehungen zu einigen namhaften Vertretern des Wiener Expressionismus. Über seine Frau lernte Oeltjen auch Oskar Kokoschka kennen. Die Freundschaft zu ihm wurde für Oeltjen und seine Werke in besonderer Weise prägend. Von Kokoschka übernahm Oeltjen in seinem Porträtwerk die starke seelische Einfühlungskraft und bei seinen Selbstporträts die psychologische Selbstergründung.
In die frühen 1920er Jahre fiel auch das Zusammentreffen mit Karl Schmidt-Rottluff, das durch gegenseitige Porträtskizzen der beiden Künstler belegt ist. Die expressionistischen Bilder, die Oeltjen in dieser Zeit schuf, galten den Nazis später als „entartet“, und 1937 wurden fünfzehn davon in der Aktion „Entartete Kunst“ aus dem Städtischen Kunst- und Gewerbemuseum Dortmund, dem Provinzial-Museum Hannover, der Städtischen Kunstsammlung Gelsenkirchen und dem Landesmuseum Oldenburg beschlagnahmt.
Ab 1930 hielt sich Oeltjen vorwiegend in der Heimat seiner Frau, im neugegründeten Königreich Jugoslawien, auf und betrieb mit ihr zusammen neben der Kunst ihr gemeinsames Weingut Vareja. Nach dem Tod seiner Frau 1944 konnte Oeltjen aufgrund der Kriegswirren nicht nach Deutschland zurückkehren und erwarb die slowenische Nationalität und gleichzeitig die Jugoslawische Staatsangehörigkeit.
1961, noch zu seinen Lebzeiten, fand eine größere Ausstellung in Maribor statt. Seit der umfangreichen Retrospektive, die dort anlässlich seines 100. Geburtstages im November 1981 stattfand, wird er zu den ersten Künstlern Sloweniens gerechnet.
(Quelle Wikipedia)  

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