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Suschitzky Wolfgang „Wolf“ (Wien 1912 - 2016 London)

Gerd and Agnes Arntz am Strand von Scheveningen

SKU:12108

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Sale Verkauft

1935
Rückseitig eigenhändig signiert, betitelt und datiert / NP 73 (New Print)
Silbergelatine auf Barytpapier
Abzug: 40,3x28 cm,
Passe-Partout: 50x40 cm
Rahmen: 55x45 cm mit entspiegeltem Museumsglas                                                                                            
Silbergelatine auf Baryt
Provenienz: Sammlung Günter Eisenhut

Schätzpreis € 1600 / (Rufpreis € 800) / D
(Der angebotene Artikel ist differenzbesteuert, daher kommen zum Höchstgebot nur 23% Aufgeld dazu.)

Eine Personale zu Wolf Suschitzkys 102. Geburtstag fand in der Galerie remixx in Graz 2014 statt, es gab eine feierliche Eintragung ins goldene Buch der Stadt Graz.
Der österreichisch-britischen Fotograf und Kameramanns Wolfgang „Wolf“ Suschitzky wuchs in einer mehr den Lehren der Wiener Sozialdemokratie als ihren traditionell jüdischen Wurzeln verpflichteten Familie auf. Sein Vater Wilhelm betrieb die erste sozialistische Buchhandlung Wiens und den linken Anzengruber Verlag und wählte nach der Niederschlagung des Aufstandes 1934 den Freitod. Wolf Suschitzky emigrierte 1933 über Holland zu seiner Schwester Tudor Hart nach London. Während ein großer Teil seiner Familie im Holocaust den Tod fand, überlebte Suschitzky im britischen Exil. In London fand er Zugang zum britischen Documentary Film Movement und wurde selbst zu einem wichtigen Vertreter dieser Bewegung, deren Ziel es war, soziale Verhältnisse naturalistisch abzubilden.
Gerd Arntz war ein deutscher Grafiker und gesellschaftskritischer Künstler der Moderne. Er flüchtete - wie Wolf Suschitzky - mit seiner Frau Agnes aus Wien nach Holland. 
Gerd Arntz, geboren 1900 in Remscheid, gestorben 1988 in Den Haag. Gilt als einer der „Väter“ der modernen Piktogrammsprache und prägte gemeinsam mit Otto Neurath die Wiener Methode der Bildstatistik (ISOTYPE), in der komplexe soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge in stark reduzierter, allgemein verständlicher Bildsprache dargestellt werden. In den 1920er-Jahren Mitglied der links orientierten Kölner Progressiven um Franz W. Seiwert und Heinrich Hoerle; bekannt vor allem für seine schwarz-weißen Holzschnitte und Linolschnitte mit klar konturierten, flächig aufgebauten Formen und explizit sozialkritischen Themen wie Klassenunterschiede, Krieg, Arbeit und Urbanität. Von 1929 bis 1932 graphischer Leiter des Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseums in Wien, 1932/33 Arbeitsaufenthalte in Moskau mit Kontakten zu Künstlern wie El Lissitzky und Tatlin. 1934 Emigration in die Niederlande, dauerhafter Wohnsitz in Den Haag, wo er seine bildstatistische Arbeit fortsetzte und später u. a. für die UNESCO tätig war.    

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