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Fabian Gottfried (Blasewitz 1905 - 1984 Voitsberg)

Soh

abstrakte Komposition, 1981
Tusche und Aquarell auf dünnem Karton
rechts unten signiert
rückseitig Tuschezeichnung, 
dazwischen eigenhändig betitelt „Soh“ und beschriftet: 3-81; Kol. 11 - 81
Blattgröße: 21,4 x 15 cm

Schätzpreis € 800 / (Rufpreis € 400) / D
(Der angebotene Artikel ist differenzbesteuert, daher kommen zum Höchstgebot nur 23% Aufgeld dazu.)

Nach Absolvierung des Humanistischen Gymnasiums in Dresden immatrikulierte sich Gottfried Fabian 1924 gemeinsam mit Hans Hartung, mit dem er schon seit der Schulzeit befreundet war, an der Universität Leipzig, kehrte aber nach einem Jahr wieder nach Dresden zurück und setzte dort seine Studien an der Akademie der Künste, der Akademie für Kunstgewerbe und an der Technischen Hochschule fort. Sein Staatsexamen als Kunsterzieher erwarb er 1930 und war von 1932 bis 1939 als Maler, Zeichner und Lehrer in Dresden tätig. Bereits ab 1923 beteiligte er sich an Ausstellungen des Sächsischen Kunstvereins. 1937 heiratete er Emma Körbitz, die eine Ausbildung als Keramikerin an der Kunstgewerbeschule in Graz gemacht hatte. Nach dem Krieg ließ er sich 1948 sich in Voitsberg nieder.
Neben der Tätigkeit in einem Ziegelwerk, das sich im Besitz des Schwiegervaters befand und dessen Leitung er später übernahm, widmete er sich mit großer Energie wieder seiner künstlerischen Arbeit, wobei sich ein markanter Übergang von der rein figurativen Malerei zur Abstraktion vollzog. Der Anschluss an die zeitgenössische Moderne gelang durch die Vermittlung von Willem Sandberg, der ihm 1956 die Beteiligung an einer repräsentativen Ausstellung österreichischer Künstler im Stedelijk Museum Amsterdam ermöglichte.
Von 1960 bis 1977 war er Mitglied der Grazer Sezession, mit Hans Hartung in Paris stand er in freundschaftlicher Verbindung. Im letzten Lebensjahrzehnt konnte er dank seiner besonderen Initiative noch die Gründung der Künstlervereinigung „Gruppe 77“ realisieren. Gemeinsam mit Hans Hartung und Anna-Eva Bergman wurde 1985 eine Ausstellung im Musée Picasso in Antibes veranstaltet[5], die er aber nicht mehr selbst erleben konnte, da er im Mai 1984 in Voitsberg starb. 
(Quelle: Wikipedia)
Er förderte junge Künstler:innen, insbesondere Gerhardt Moswitzer, dem er auf dem Gelände der Ziegelei kostenlos ein kleines Gebäude mit Garten zur Verfügung stellte.
(Günter Eisenhut)

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