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Frieberger Padhi (Meidling i.T. 1931 - 2016 Wien)

Mail Art Pilotkarte – für dich und mich

SKU:11016

Normaler Preis €800,00 EUR
Normaler Preis Verkaufspreis €800,00 EUR
Sale Verkauft

1993

Rückseite: Schiff ahoi - 
Mit drei Briefmarken und Poststempel

Collage auf Karton, an den Kultfriseur Erich Joham als Postkarte geschickt

Maße: 20,6 x 29,8 cm

Schätzpreis € 1600 / (Rufpreis € 800) / D
(Der angebotene Artikel ist differenzbesteuert, daher kommen zum Höchstgebot nur 23% Aufgeld dazu.)

Mail-Art Objekte: Hier arbeitet Frieberger mit dem Medium Postkarte und reichert diese mit vielfältigen Materialien wie Zeitungsausschnitte, re-fotografierte Karten, Briefmarken, Zeichnungen und vieles mehr an. Er schließt damit an die dadaistischen Collagen der 1920er und -30er Jahre an.


Padhi Frieberger
*1931 bis †9.1.2016
Biographie

In Meidling im Tal (Gemeinde Paudorf) kam Padhi Frieberger zur Welt. 
In Wien bewegte er sich im Kreis des Wiener Art-Club. Man traf sich in den Ateliers von Maria Biljan-Bilger Heinz Leinfellner, Wander Bertoni und Susanne Wenger. 1951–1954  Stammgast im Strohkoffer, dem Lokal des Wiener Art-Clubs; liiert mit Maria Lassnig, die ihn ›Buddy‹ nennt . In den 50er-Jahren hielt er sich in Paris auf. Er war Autodidakt. Beginn seiner Arbeit an inszenierten Fotografien, Künstlerporträts, Objektkunst und Assemblagen. Die antibürgerlichen, anarchischen Inhalte seiner Werke waren Vorbilder für den Wiener Aktionismus.

1955–1968  (Conga-)Trommler bei verschiedenen Jazzformationen, etwa im Künstlerclub Adebar mit Ossi Wiener und Konrad Bayer, im Saloon von Fatty George; trommelt ab 1963 mit der Band The Slaves um Charly Ratzer oder 1967 beim Zock-Fest sowie 1968 bei der Aktion ›Kunst und Revolution‹ (›Uniferkelei‹);
1981  Erste Einzelausstellung Photos und Objekte in der Wiener Galerie Hummel, in Folge Rezeption seiner Fotografie, v.a. vermittelt durch Peter Weibel. 1990–2001  Kollaboration mit jüngeren Künstler- und Musiker_innen; verstärkte Produktion von Mail-Art; 

Ausstellungsbeteiligungen, etwa 1996 an Harald Szeemanns austria im rosennetz oder 2001 an Thomas Trummers Objekte. Skulptur in Österreich nach ′45; Preis der Stadt Wien für bildende Kunst. 2004  Ausstellung Ohne Künstler keine Kunst im Museum für angewandte Kunst Wien.
2007  Ausstellung with love & respect im Museum der Moderne Salzburg.
2011  Ausstellung Padhi Frieberger. Glanz und Elend der Moderne in der Kunsthalle Krems.
(Quellen: Sammlung Ostlicht und Museum Niederösterreich)

Er_ich Joham, * 17. Mai 1949
Kult-Friseur „Er_ich Joham“ ist: 
Aktionist, Performer, Schauspieler, Modell, Komiker und Kabarettist.

Ab den Siebzigerjahren weckte er - gemeinsam mit Künstlern - die Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf. In den schnellen Achtzigerjahren holte ihn Peter Weibel an die Akademie für Angewandte Kunst, wo er "Kunst am Kopf" unterrichtete ("ich bin ja schließlich ein Kulturbetrieb“).Er war einer der ersten „Hair-Performer“ bei der U4-Modeschau.

1988 machte er sich mit dem Salon ER-ICH im Haus „Zum gelben Adler“ in der Griechengasse selbständig. 1989 wurde er mit dem „Frisuren-Oskar“ ausgezeichnet. Prominenz aus Kultur, Politik und Wirtschaft gehört ebenso zu seiner Kundschaft wie schnorrende Künstler oder spleenige Durchgeknallte. So war auch FALCO, allerdings privat, als Hans Hölzel, Dauergast bei Er_ich. Franz West und die anarchistische Avantgarde fördert er durch Vermittlung potentieller Käufer. Joham sammelt zeitgenössische Kunst (Malerei) und versteht sich als Mäzen.

Kein Wunder, dass vor Jahren das Fernsehen das Phänomen entdeckt hat und "Salon Erich" zeigte, eine Art Reality-Talkshow mit Joham als Host prominenter Gäste. Für Wolf Wondraschek Roman „Mozarts Friseur“ war der Salon Er-Ich das Vorbild.

(Quellen: Falter, Falco-Net, Vice, Wikipedia)

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