Leskoschek Axl (Graz 1889 - 1976 Wien)
Die Stadt der seeligen Weisen
SKU:12034
Signiert und datiert 1923
Radierung; Probedruck
kontrastreicher Abzug
auf dünnem Karton, dieser leicht stockfleckig
Sehr selten: In der Sammlung der Neuen Galerie am Joanneum befindet sich nur ein unvollständiges Exemplar
Passepartout: 40 x 30 cm
Blatt: 31 x 21,5 cm
Provenienz Sammlung Eisenhut
Schätzpreis € 800 / (Rufpreis € 400) / D
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„Die Stadt der seeligen Weisen“ ist eine Utopie als Reaktion auf den Wahnsinn des 1. Weltkriegs.
Ein seltenes Zeugnis der revolutionären Stimmung in der Steiermark.
Als sich die steirischen Künstler – nicht nur bildende Künstler, sondern auch Schriftsteller, Musiker und Schauspieler – 1919 im Werkbund Freiland zusammenschlossen, zählte Leskoschek zu den treibenden Kräften. Die Gründung des Vereins war von den für die Zeit typischen Tendenzen zu radikalen Sozialutopien geprägt.
Sozial-politische Fragen wurden aber, außer im Werk von Axl Leskoschek, Fritz Silberbauer und Paul Schmidtbauer, von den „Freiland“-Künstlern wenig thematisiert. Seine wichtigste Bezugsperson im „Freiland“ war der Politiker und Schriftsteller Ernst Fischer.
Leskoschek schrieb viele Jahre später: „Damals war Ernst Fischer 19 Jahre alt, seine Brüder Walter und Otto waren noch jünger. Damals lernte ich ihn kennen, damals wurden wir Freunde und blieben es obwohl ich zehn Jahre älter bin; weil wir beide Grazer Künstler waren, weil für uns beide die Stadt Graz einen Perron für die Fahrt in die Welt bedeutet hatte, weil (…). Wie uns gab es viele, alles junge Künstler, die meisten schon durch den Krieg links gedrängt, voll von Energien, voll mit Plänen.“
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