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Kwele Maske

Kwele Maske aus Nordkongo

Normaler Preis €180,00

Höhe = 41cm; Breite = 26m; Tiefe = 14cm
Gewicht = 1.078kg
Provenienz: Kunsthandel Frankreich

Schätzpreis € 360 / (Rufpreis € 180) / D
(Der angebotene Artikel ist differenzbesteuert, daher kommen zum Höchstgebot nur 23% Aufgeld dazu.)

Prächtige Maske, nicht sehr alt, aber die wirklich getanzt hat. Ungewöhnliche Variante mit 2 kleinen Gesichtern auf den Antilopenhörnern.
Die Kombination der Symbole, die einerseits an einen Schutzahnen und andererseits an einen Geist des Ekuk-Waldes (Antilope) erinnern, verstärkte die Kraft der Maske.
Die langen, gewölbten Hörner, die aus der Oberseite der Stirn herausragen, bilden einen Kamm, der wahrscheinlich an die Hörner der Bongo-Antilope (Boocercus euryceros, allgemein bekannt als "Pferdeantilope") erinnert, einem souveränen Tier des großen Äquatorwaldes, der einst in dieser Wildregion reichlich vorhanden war - also ein mächtiger Ekuk. Bei den Kwele des Nordkongo gehören anthropo-zoomorphe Masken, bei denen das menschliche Gesicht von großen gewölbten Hörnern umgeben ist, zu einer heute gut identifizierten Stilvariante, die als "umhüllende Hörner" bekannt ist.
Die Kwele sind ein südlicher Zweig des Ndjem im Osten Kameruns. Sie wurden im neunzehnten Jahrhundert in zwei Gruppen besiedelt - eine im Nordosten Gabuns (in Richtung Bélinga) und die andere im Norden des Kongo in Richtung Souanké und Sembé - und stehen den verschiedenen Kota-Gruppen (Mahongwe, Shamaye, Bakota) sehr nahe und teilen mit ihnen viele Aspekte ihrer Bräuche und Einweihungen. Alle kultischen Gegenstände, die aus einem ziemlich hellen Holz geschnitzt waren, waren Embleme der Berühmtheit der Initiationsgesellschaft der Beete (deren Begriff sehr nahe an bwete ist, der die Verehrung der Ahnen bei den Kota des Nordens bezeichnet). Das Beete versammelte Honoratioren und Krieger, deren Riten es ermöglichten, die magischen Kräfte der Gemeinschaft zu mobilisieren, um Krisensituationen zu lösen, Gefahren abzuwehren oder das kollektive Leben des Dorfes, insbesondere die Netzjagd, zu fördern.